Control-F

Leitfaden 05 Produktion und Qualität

Industrielle Datenanalyse. Prozesse gezielt verbessern.

Control-F verbindet Prozesssignale mit Aufträgen, Chargen und Prüfergebnissen. Damit können Produktion und Qualität gemeinsam untersuchen, wann Ausschuss entsteht und welche Änderung einen Versuch wert ist.

QUALITÄT / FERTIGUNGSLOSESYNTHETISCHE DATEN
Ausschussquote von zehn Fertigungslosen vor und nach einem Materialwechsel Die fünf Fertigungslose mit Material A liegen um zwei Prozent Ausschuss, die fünf mit Material B um sechs Prozent. Der Unterschied zeigt eine Auffälligkeit im synthetischen Beispiel und liefert eine Hypothese für weitere Prüfungen. Ausschuss % 86420 Material A Material B
● Ein Punkt je Fertigungslos┄ Materialwechsel
Die Ausschussquote steigt im Beispiel nach einem Materialwechsel. Rezeptur, Werkzeugstand und weitere Unterschiede werden anschließend geprüft.

01 / Vorgehen

Von der Qualitätsfrage zum Prüfplan

Am Anfang stehen eine Entscheidung und eine messbare Zielgröße. Bei Ausschuss zählen etwa die betroffenen Teile und die gesamte geprüfte Menge. Bei Durchsatz braucht es eine gemeinsame Definition der produktiven Zeit.

01 / Verknüpfen

Prozess und Ergebnis zusammenführen

Wir ordnen Signale aus Steuerung oder Historian den Aufträgen im MES oder ERP und den Ergebnissen der Qualitätsprüfung zu. Je nach Fertigung erfolgt die Zuordnung pro Teil, Zyklus oder Charge.

02 / Eingrenzen

Vergleichbare Gruppen bilden

Wir betrachten Produktvarianten, Rezepturen, Schichten und Werkzeugstände getrennt. Der Vergleich zeigt, welche Zusammenhänge bestehen bleiben und welche Unterschiede der Produktmix erklären kann.

03 / Bestätigen

Eine Hypothese im Betrieb prüfen

Wir prüfen den Befund an zurückgehaltenen Zeiträumen oder planen mit Ihrem Team einen Versuch. Produktion und Qualität vereinbaren vorab Prüfgröße, Freigabegrenzen und die Verantwortung für die Umsetzung.

02 / Synthetisches Beispiel

Was steckt hinter dem Ausschussanstieg?

Eine Fertigungslinie produziert mehr Teile außerhalb der Toleranz. Im Beispiel fällt der Anstieg mit einem Materialwechsel zusammen. Um zu entscheiden, was geprüft werden soll, müssen die Prüfergebnisse zu den jeweiligen Fertigungsbedingungen passen.

Daten pro Fertigungslos
Materialcharge und Rezeptur aus dem MES, Prozesssignale wie Temperatur oder Druck und das Prüfergebnis mit der Anzahl geprüfter Teile.
Befund und alternative Erklärungen
Der Anstieg fällt zeitlich mit Material B zusammen. Werkzeugverschleiß, Anfahrphase und geänderte Prüfkriterien kommen ebenfalls als Erklärung infrage.
Nächster Schritt für die Fertigung
Die Prozessverantwortlichen planen mit der Qualitätssicherung einen Vergleichslauf unter möglichst gleichen Bedingungen. Sie legen vorab fest, welche Maßabweichung und Ausschussquote über die nächste Freigabe entscheiden.
Analysebrief für die erste Anfrage ↓

03 / Häufige Fragen

Was lässt sich mit vorhandenen Daten prüfen?

Was tun, wenn die Systeme keine gemeinsame ID haben?

Wir prüfen eine Zuordnung über Anlagenkennung, Zeitfenster und Auftragsfolge. Mehrdeutige Fälle bleiben markiert. Wenn entscheidende Daten dadurch unklar bleiben, ist eine eindeutige Kennung oft der sinnvollste erste Schritt.

Genügt eine Historienanalyse für eine Prozessänderung?

Sie kann zeigen, unter welchen Bedingungen eine Abweichung häufiger auftritt. Ob die Änderung tatsächlich wirkt, lässt sich mit vergleichbaren Bestätigungsläufen oder einem geplanten Versuch gezielter prüfen.

Wann lohnt sich ein Prognosemodell?

Wenn eine Entscheidung regelmäßig anfällt, die Zielgröße konsistent gemessen wird und die Eingangssignale rechtzeitig verfügbar sind. Für den Einstieg vergleichen wir ein Modell mit einer einfachen Referenz auf späteren oder separaten Losen.

04 / Mit Control-F sprechen

Welche Prozessabweichung wollen Sie erklären?

Beschreiben Sie den Produktionsschritt, die Zielgröße und die verfügbaren Datenquellen. Gemeinsam klären wir, welche Stichprobe eine erste Untersuchung ermöglicht und wer den Befund im Betrieb prüfen kann.